Wir informieren unsere Kunden regelmäßig über die wichtigsten Sicherheitslücken (CVEs), die ihre Systeme betreffen, und bieten proaktive Maßnahmen zur Absicherung an. Dies umfasst detaillierte Analysen der Schwachstellen, deren potenzielle Auswirkungen auf die IT-Umgebung sowie empfohlene Patches oder Konfigurationsänderungen. Unser Ziel ist es, die Sicherheit der IT-Systeme kontinuierlich zu gewährleisten und das Risiko von Cyberangriffen zu minimieren.
Aktuelle Meldungen:
⚠ Warnmeldung – Microsoft Sicherheitslücken Azure
📅 Veröffentlichungsdatum: 05. Februar 2026 (gemäß CVE-Daten)
🛠 Betroffenes Produkt: Microsoft Azure
💻 Betroffenes Produkt/System: Microsoft Azure Functions, Microsoft Azure Front Door, Microsoft Azure Arc
⚠ Schweregrad: High
📌 Beschreibung:
Die Sicherheitslücken CVE-2026-21532, CVE-2026-24300 und CVE-2026-24302 betreffen mehrere zentrale Microsoft-Azure-Dienste und ermöglichen je nach Schwachstelle die Offenlegung sensibler Informationen sowie die unbefugte Erweiterung von Benutzer- oder Systemrechten. CVE-2026-21532 beschreibt eine Information-Disclosure-Schwachstelle in Azure Functions, durch die nicht autorisierte Parteien potenziell auf vertrauliche Daten zugreifen können. Die Schwachstellen CVE-2026-24300 (Azure Front Door) und CVE-2026-24302 (Azure Arc) erlauben unter bestimmten Bedingungen eine Privilegienerhöhung, wodurch Angreifer höhere Berechtigungen innerhalb der jeweiligen Azure-Umgebung erlangen können. In Kombination stellen diese Schwachstellen ein erhöhtes Risiko für die Vertraulichkeit, Integrität und Sicherheit von Cloud- und Hybrid-Infrastrukturen dar.
🔧Maßnahmen:
Zur Risikominimierung sollten alle betroffenen Microsoft-Azure-Dienste zeitnah überprüft und gemäß den aktuellen Microsoft-Sicherheitsempfehlungen abgesichert werden. Dazu gehört die Sicherstellung, dass alle verfügbaren sicherheitsrelevanten Updates und service-seitigen Fixes aktiv sind. Zugriffsrechte und Rollen sollten nach dem Least-Privilege-Prinzip restriktiv konfiguriert und regelmäßig überprüft werden. Zusätzlich sind Netzwerkzugriffe zu härten, beispielsweise durch den Einsatz von Private Endpoints, Web Application Firewalls und restriktiven Firewall-Regeln. Sensible Informationen müssen konsequent über sichere Mechanismen wie Azure Key Vault geschützt werden. Abschließend wird empfohlen, ein erweitertes Monitoring und Logging zu aktivieren, um unautorisierte Zugriffe oder verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und zeitnah darauf reagieren zu können.
🔎 Fazit
Alle drei Sicherheitslücken wurden im Februar 2026 veröffentlicht und betreffen wichtige Komponenten der Microsoft Azure-Cloud-Plattform. Zwei davon (CVE-2026-24300 und CVE-2026-24302) betreffen Privilegienerhöhung und gelten als High/Critical, während CVE-2026-21532 eine bedeutende Information Disclosure-Schwachstelle ist. Auch wenn Microsoft viele Probleme serverseitig adressiert hat, sollte eine Überprüfung und harte Absicherung aller betroffenen Dienste umgehend erfolgen, inklusive Zugriffsrechte, Netzwerkkonfiguration und Monitoring.
Sollten Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns gerne.
Bleiben Sie sicher,
Ihr Hanse IT Team
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
⚠ Warnmeldung zu Google Chrome: Mehrere Schwachstellen
📅 Veröffentlichungsdatum: 29. Januar 2026
🛠 Betroffenes Produkt: Google Chrome Webbrowser
💻 Betroffene Systeme: Windows, Mac und Linux
⚠ Schweregrad: Hoch
📌 Beschreibung der Sicherheitslücken:
CVE-2026-1861 – Heap-Pufferüberlauf in libvpx
Typ: Heap Buffer Overflow
Komponente: libvpx (Open-Source Videocodec-Bibliothek für VP8/VP9).
Ein Buffer-Overflow-Fehler ermöglicht es einem Angreifer, durch speziell gestaltete Inhalte (z. B. eine manipulierte Web- oder Videodatei) unerwartete Speicheränderungen auszulösen. ⠀
Auswirkung: Potenzielle Heap-Korruption, Browser-Absturz oder mögliche Ausführung von Schadcode im Kontext des Browsers.
CVE-2026-1862 – Type Confusion in der V8 JavaScript-Engine
Typ: Type Confusion
Komponente: V8 (JavaScript-Engine von Chrome).
Durch falsch behandelte Typinformationen in der Engine kann ein Angreifer gezielt Speicherzustände erzeugen, die zu Heap-Korruption oder unerwartetem Verhalten führen.
Auswirkung: Ermöglicht einem entfernten Angreifer, bösartige HTML-Seiten zu nutzen, die beim Besuch Heap-Korruption auslösen und so potenziell angreifbaren Code ausführen können.
🔧 Empfohlene Maßnahmen:
1. Sofortiges Update
Installieren Sie umgehend Google Chrome Version 144.0.7559.132/133 oder höher, um die Schwachstellen zu beheben.
Prüfen Sie zentrale Update- und Rollout-Strategien (WSUS/WSU, SCCM/Intune).
2. Automatische Updates aktivieren
Stellen Sie sicher, dass automatische Updates aktiviert sind und nicht durch Richtlinien behindert werden.
3. Risiko-Assessment
Identifizieren Sie Systeme mit veralteten Chrome-Installationen und priorisieren Sie das Patch-Management nach Gefährdung.
4. Monitoring & Logging
Überwachen Sie nach dem Update ungewöhnliche Browser-Crashes, Netzwerkverkehr oder Ereignisse, die auf Exploit-Aktivitäten hindeuten könnten.
5. Awareness
Sensibilisieren Sie Anwender darauf, keine unbekannten/maliziösen Seiten zu besuchen – insbesondere wenn Browser-Warnungen auftreten.
🔎 Fazit:
Zwei kritische Schwachstellen in Google Chrome (CVE-2026-1861 & CVE-2026-1862) stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar, da sie durch manipulierte Inhalte zu Speicherfehlern und der potenziellen Ausführung von Schadcode führen können. Die Gefährdung besteht für alle Systeme, die eine veraltete Chrome-Version nutzen. Ein Update auf die neuesten stabilen Releases schließt die Lücken effektiv und sollte sofort umgesetzt werden.
🔐 Warnmeldung – Sicherheitslücke CVE-2026-20960 (Microsoft Power Apps)
Veröffentlichungsdatum:
📅 16. Januar 2026
Betroffenes Produkt:
💻 Microsoft Power Apps – Teil der Microsoft Power-Plattform für die Entwicklung und Ausführung von Low-Code-/No-Code-Anwendungen.
Betroffene Systeme:
Systeme und Umgebungen, auf denen Microsoft Power Apps ausgeführt wird
Sowohl webbasiert als auch ggf. integrierte App-Bereitstellungen in Unternehmensumgebungen
Schweregrad:
⚠️ High (Schwer)
Beschreibung der Schwachstelle:
👾 Durch eine unsachgemäße Autorisierung („Improper Authorization“) kann ein bereits autorisierter Benutzer Netzwerk-Remote-Code-Ausführung erreichen – also Code über das Netzwerk ausführen.
Auswirkungen: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit – hoch
Empfohlene Maßnahmen:
✅ Sofortige Installation des Microsoft-Sicherheitsupdates:
Stelle sicher, dass alle verfügbaren Aktualisierungen aus dem Januar-Patch-Update von Microsoft eingespielt werden, insbesondere für Power Apps.
✅ Überprüfung deiner Power-Apps-Umgebungen:
Prüfe Benutzerrollen und Berechtigungen – engere Rechtevergabe reduziert potenzielle Angriffsflächen.
Überwache ungewöhnliche oder unautorisierte Aktivitäten im App-Betrieb.
✅ Netzwerk- und Zugriffsabsicherung:
Segmentiere Netzwerke, in denen Power Apps betrieben wird.
Setze zusätzliche Sicherheitskontrollen (MFA, Conditional Access) ein.
Fazit:
CVE-2026-20960 ist eine hochgradig schwerwiegende Remote-Code-Ausführungs-Schwachstelle in Microsoft Power Apps, veröffentlicht im Rahmen des Januar 2026 Patch-Tuesdays. Sie ermöglicht einem authentifizierten Angreifer mit geringen Rechten, über das Netzwerk Code auszuführen, was zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen kann – bis hin zur vollständigen Kompromittierung von Anwendungen und Daten. Organisationen sollten die Updates umgehend ausrollen und zusätzliche Schutzmaßnahmen prüfen, um eine Ausnutzung zu verhindern.
Sollten Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns gerne.
Bleiben Sie sicher,
Ihr Hanse IT Team
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------